Ratgeber

Marken in chinesischen Schriftzeichen in Korea: Was chinesische, taiwanische und japanische Unternehmen wissen sollten

Chinesische Schriftzeichen gehören zur koreanischen Schrifttradition – in Korea heißen sie Hanja. Das unterscheidet Korea für Marken in chinesischen Schriftzeichen von den meisten Märkten: Koreanische Prüfer und Verbraucher sehen Ihre Schriftzeichen nicht nur als grafische Gestaltung. Sie können sie lesen, auf Koreanisch aussprechen und ihre Bedeutung verstehen.

Das hat Folgen dafür, wie Ihre Marke geprüft wird und wie Sie sie anmelden sollten.

Wie Korea eine Marke in chinesischen Schriftzeichen beurteilt

Beim Markenvergleich stellen koreanische Prüfer auf Schriftbild, Klang und Bedeutung ab. Bei einer Marke in chinesischen Schriftzeichen kommt es auf alle drei an:

  • Koreanische Aussprache. Hanja haben koreanische Lesungen, die sich vom Mandarin, Kantonesischen oder Japanischen unterscheiden. Ihre Marke kann mit älteren koreanischen Marken verglichen werden – auch mit Marken in Hangul –, die genauso klingen wie die koreanische Lesung Ihrer Schriftzeichen.
  • Bedeutung. Bilden die Schriftzeichen ein Wort, das Koreaner verstehen, wird die Bedeutung beim Vergleich berücksichtigt – und eine Marke mit beschreibender Bedeutung (zum Beispiel Schriftzeichen mit der Bedeutung „Schönheit“ für Kosmetika) kann als beschreibend zurückgewiesen werden.
  • Erkennbarkeit der Schrift. Koreanischen Lesern sind Langzeichen (traditionelle Schriftzeichen) am vertrautesten. Wie leicht eine Marke in Kurzzeichen (oder japanischen Shinjitai) gelesen und verstanden wird, kann unterschiedlich sein; das wirkt sich darauf aus, wie ihre Aussprache und Bedeutung beurteilt werden.

Das Ergebnis: Eine Marke, die in China, Taiwan oder Japan eindeutig unterscheidungskräftig ist, kann in Korea auf eine andere Kollisionslage treffen – und umgekehrt kann eine erwartete Kollision ausbleiben.

Wie koreanische Verbraucher Ihre Marke nennen werden

Koreanische Verbraucher sprechen einen Markennamen selten auf Mandarin oder Japanisch aus. Meist verwenden sie entweder die koreanische Lesung der Schriftzeichen oder eine Hangul-Transkription Ihres romanisierten Namens. Erfasst Ihre koreanische Eintragung nur die Schriftzeichen, bleibt der Name, den koreanische Kunden tatsächlich verwenden, möglicherweise ungeschützt – und offen für Markengrabber.

So melden Sie an

  • Melden Sie die Marke in chinesischen Schriftzeichen so an, wie Sie sie benutzen, wenn Sie sie in Korea benutzen.
  • Melden Sie Ihre Marke in lateinischer (romanisierter) Schrift an, wenn diese auf Ihren Verpackungen und Ihrer Website erscheint.
  • Erwägen Sie die Anmeldung der Hangul-Fassung – der koreanischen Lesung oder Transkription, die koreanische Verbraucher und Marktplätze verwenden werden. Melden Sie sie gesondert an, damit jede Fassung für sich geschützt ist.
  • Prüfen Sie Kollisionen in allen Formen vor der Anmeldung: die Schriftzeichen, ihre koreanische Lesung und die Hangul-Schreibweise.

So unterstützen wir Sie

Wir prüfen, wie Ihre Marke in chinesischen Schriftzeichen in Korea gelesen wird, recherchieren Kollisionen in Hanja, Hangul und lateinischer Schrift und empfehlen, welche Fassungen Sie anmelden sollten. Schreiben Sie an help@dusonlaw.com und nennen Sie Ihre Marke und die Waren, die Sie verkaufen.

Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar.